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13.08.2018

„Super-Cup“ findet kaum Akzeptanz der SGE-Fans

Supercup-Siegerehrung im fast leeren Stadion: Eintracht-Fans lehnen das „Produkt“ Supercup mehrheitlich ab. Foto: J. Golle

Im Gegensatz zur mitreißenden Bundesliga-Atmosphäre blieb die Eintracht-Fankurve beim Supercup-Finale gegen den FC Bayern München weitgehend stumm, was nicht nur am Spielverlauf lag. Foto: Moni Pfaff

Warum die Eintracht-Kurve beim 0:5 gegen den FC Bayern fast stumm blieb


Ungewohnte Stille herrschte in der Eintracht-Fankurve beim Supercup-Duell der Eintracht gegen den FC Bayern München. Keine Gesänge, mässige Anfeuerungsrufe und vor allem keine Kurvenfüllende Choreographie, für die Frankfurts SGE-Ultras bundesweiten Respekt genießen. Dieser seltsame und für ein Eintracht-Heimspiel völlig irrationale Zustand lag nicht ausschließlich am einseitigen Verlauf dieser Partie, welche der Deutsche Meister am Ende mit 5:0 gegen den Pokalsieger gewinnen konnte. „Bei den Eintracht-Fans genießt dieser Supercup keine große Akzeptanz. Da herrscht eine sehr gespaltene Auffassung. Es ist zwar ein Pflichttermin zu dem man hingeht, aber der keinerlei Emotionen weckt“, erklärt Stephan vom Plötz, der Leiter des von der Sportjugend getragenen und von DFL und dem Land Hessen geförderten Eintracht-Fanprojektes. Auf Nachfrage des SJF-Journals bestätigten viele Eintracht-Fans diese Einschätzung. Obwohl es den Supercup schon seit den 80er-Jahren gibt, gilt er bei vielen Fans als weiteres Zeichen eines von Commerz-Interessen beherrschten deutschen Profi-Fußballs. Dass die DFL vor dem Anstoß eine eigene Spielfeld-Choreographie präsentierte und die Ultras beider Clubs nicht daran beteiltigte, bestätigte viele Fans am Sonntag in dieser Meinung.

Cup-Siegerehrung in fast leerem Station

Die Aussage des Eintracht-Fanprojekt-Leiters wurde durch die ernüchternde Szenerie bei der Siegerehrung deutlich bestätigt. Während die Bayern-Stars unter Gold-Konfetti-Regen den Supercup in die Luft stemmten und etwa 4.000 in der Ostkurve verbliebene Bayern-Fans brav applaudierten, hatte sich das zuvor mit 51.500 Fans ausverkaufte Stadion auf den anderen Rängen komplett geleert. Kompliment an die besiegten Eintracht-Profis, die der Siegerehrung trotz der sportlichen Pleite beiwohnten, anders als ihre Gegner, die beim unvergessenen Pokalsieg der Frankfurter Eintracht vor wenigen Monaten unversehrter Dinge in die Kabinen verschwanden. jogo

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