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erstellt am: 20 Dez, 2021

Der Eintracht-Umbruch ist gelungen

Eine Saison-Halbzeitanalyse von SJF-Pressesprecher Jochen Golle

„Wenn es die Bundesliga nicht gäbe …“, so freuten sich auch viele junge Fußballfans, während der immer noch nicht beendeten Corona-Pandemie über die Auftritte der Bundesliga-Profis, wenngleich zuletzt auch viele – überwiegend junge Menschen – aufgrund der strengen 2G-Regelungen nicht mehr live im Waldstadion mitfiebern konnten. Aber zu Hause vor dem TV-Schirmen, oft zusammen mit ihren Vätern und Müttern, wurde zumindest während der 90 Minuten plus Nachspielzeit, für kurze Zeit nicht über Corona, sondern über Fußball gesprochen, zuletzt sogar teilweise wieder euphorisch.

Grund dafür ist der erfolgreiche Aufwärtstrend unter Neu-Trainer Oliver Glasner, dessen zu Saisonbeginn neu formiertes Team zuletzt 6 von 7 Pflichtspielen gewinnen konnte (2:1 in Fürth, 2:0 in Freiburg, 2:1 gegen Union, 5:2 gegen Leverkusen), 3:2 (in Gladbach):1:0 gegen Mainz). Nur in Hoffenheim wurde (völlig unnötig) 2:3 verloren.

Eintracht-Trainer Glasner (Mitte) und sein Derby-Siegestorschütze Jesper Lindström sind zwei Faktoren des zurück gekehrten sportlichen Erfolges. Foto: Moni Pfaff

Der Aufwärtstrend begann nach dem 10.Spieltag

Nach 10 Spieltagen rangierte die Eintracht mit nur 9 Punkten auf Rang 15, punktgleich mit dem Tabellensechzehnten FC Augsburg. Doch der Last-Minute-Ausgleich (1:1) an diesem Spieltag gegen RB Leipzig löste einen Trendwechsel aus, der die zuvor teilweise hilflos wirkende Mannschaft und ihren Trainer nach dem 1:0-Heimsieg gegen Mainz 05 zum Abschluss der Vorrunde bis auf Rang 6 (27 Punkte) aufsteigen ließ, mit nur einem Punkt Rückstand auf Champions-League-Platz 4. Die Kritik an Trainer Glasner, der zu Beginn seiner Frankfurter Amtszeit teilweise irritierende Analysen abgab, an den Neuzugängen, deren gravierende technische Mängel viel Kopfschütteln auslösten, war groß, und auch die Zweifel an der Einkaufspolitik des ebenfalls neu an den Main gewechselten Sportdirektor Markus Krösche.

Eintracht-Keeper Kevin Trapp hielt zusammen mit seinen Defensiv-Kollegen Hinteregger und Hasebe im Derby gegen Mainz 05 die „Null“ fest. Foto: Moni Pfaff

Motivierten „Abgewanderte“ die verbliebenen Stars?

Doch spätestens nach dem 2:0-Auswärtssieg beim Liga-Überraschungsteam SC Freiburg (Rang 3, 29 Punkte) wuchs bei der Eintracht wieder jener Teamgeist und das Selbstvertrauen, mit dem man in den beiden Spielzeiten zuvor so erfolgreich spielte. Glasner war es gelungen, den zu Beginn bei vielen verbliebenen Leistungsträgern (Kamada, Hinteregger, Kostic) spürbaren Frust wieder in Lust auf Fußball zu verändern. Unruheherde, wie Younes wurden aussortiert und nach (zu) vielen personellen Wechseln, stand zuletzt mit Trapp, Ndicka, Sow und Kostic, eine personelle Stammachse auf dem Platz, an deren Seite auch Neuzugänge wie Jakic, Borré (4 Tore/8 Scorerpunkte) und vor allem Shooting-Star Lindström (4 Tore/6 Scorerpunkte) endlich aufblühten. Dass auch Hinteregger seine zwischenzeitliche Krise überwunden hat, bewies sein starker Auftritt beim Heimsieg gegen Mainz, als endlich wieder die „Hinti-Hinti-Sprechchöre“ nach gewonnenen Zweikämpfen durchs Stadion hallten.

Es ist nur eine Mutmaßung, doch auch die teilweise dramatischen sportlichen Misserfolge der „Eintracht-Abwanderer“, Hütter, Bobic und Silva scheinen in den Köpfen vieler Eintracht-Profis eine Art Motivation ausgelöst zu haben. Ex-Trainer Hütter rangiert mit Neu-Club Gladbach auf Rang 14 (19 Punkte) und wurde von Galsner & Co. im eigenen Stadion mit 3:2 besiegt, Ex-Manager Bobic musste bei Hertha BSC (Platz11/21 Punkte) bereits den Trainer wechseln und Ex-Torjäger Silva (5 Tore) kommt bei RB Leipzig (Platz 10/22 Punkte) auch nach dem bereits erfolgten Trainerwechsel nicht wie zuvor in Frankfurt in Schwung.

In der 35. Spielminute erzielte Frankfurts „Shooting-Star“ Lindström (Nr. 29) das viel umjubelte Siegtor gegen Mainz 05. Foto: Moni Pfaff

Sportliche Erfolge trotz stark reduziertem Fan-Support

Besondere Erwähnung muss auch der Umstand finden, dass Oliver Glasner und sein Team in dieser Saison – Corona-bedingt – nur sehr begrenztem Zuschauer-Support erhielten. Gegen Leverkusen und Mainz waren gerade einmal 15.000 Fans im Stadion. In den Jahren zuvor lebte das Team extrem vom aktuell komplett fehlenden Support der „boykottierenden Ultras“ (wir berichteten). Dass sich Eintracht Frankfurt binnen weniger Wochen dennoch zu einem Spitzenteam der Bundesliga entwickelt hat und zudem als Gruppenerster der Euro-League-Gruppenphase den deutschen Fußball weiterhin europäisch repräsentiert, verdient allerhöchsten Respekt und zeigt auch, dass Oliver Glasners Performance beim VfL Wolfsburg (CL-Qualifikation) augenscheinlich kein Zufall gewesen ist. In Frankfurt ist ihm nach Anlaufschwierigkeiten der Umbruch gelungen, weshalb zumindest sein Zwischenzeugnis „gut“ ausfällt. Im Fach „Psychologie“ (Kostic, Hinteregger, Kamada) verdient der Österreicher sogar eine glatte 1.

Jochen Golle

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